Die Datei Project.ini
Um für Gruppen von Entscheidungstabellen individuelle Projektanpassungen zu definieren, muss eine Datei Project.ini angelegt werden.
Die Datei Project.ini wird, ausgehend vom Speicherort der Entscheidungstabelle, rückwärts in der Ordnerhierarchie gesucht. Siehe hierzu auch: Die Suche nach INI-Dateien.
Über wenige Schlüsselwerte können, individuell für jede Programmiersprache, grundlegende Festlegungen getroffen werden, insbesondere, welches Skript (Prozedur) nach der Sourcegenerierung gestartet werden soll und welche Parameter diesem übergeben werden sollen.
Es können sowohl vordefinierte Schlüsselwerte, als auch selbst definierte Schlüsselwerte verwendet werden.
Schlüsselwerte, die für alle Entscheidungstabellen gelten, werden in der Datei Project.ini definiert. Schlüsselwerte, die individuell für jede Entscheidungstabelle gelten (z.B. Name der Testsuite) werden in der Entscheidungstabelle mit der Syntax $$Schlüssel-Name=Schlüssel-Wert (empfohlen: als Kommentare im Entscheidungstabellen-Prolog) definiert.
Alle Schlüssel können über die Syntax ${Schlüssel-Name} auch als Teil der Argumente auf der rechten Seite verwendet werden.
In unseren Beispielen liegt die Datei Project.ini (der Einfachheit halber) im gleichen Verzeichnis wie die Entscheidungstabellen und der Inhalt sieht zunächst wie folgt aus:
D:\Projekte\LF‑ET-Demo\Cs\Project.ini
ide.cs=true
ide.cs.procedure.file=procedure.bat
ide.cs.procedure.args=${project.drive} "${src.folder}" ${src.name} ${codetype}
| Schlüssel/Argument | Bedeutung |
|---|---|
ide.cs=true |
Für C# sind Anpassungen definiert / aktiviert |
ide.cs.procedure.file=… |
Nach erfolgreicher Generierung soll eine bestimmte Folgeverarbeitung (hier procedure.bat) gestartet werden |
ide.cs.procedure.args=… |
An die Folgeverarbeitung sollen bestimmte Argumente übergeben werden |
${project.drive} |
Laufwerk des Speicherortes der Datei Project.ini (in unseren Beispielen ist das "D:") |
${src.folder} |
Speicherort der generierten Source-Datei (in unseren Beispielen ist das "D:\Projekte\LF‑ET-Demo\Cs\"), durch die Hochkommas werden auch Pfade mit Leerzeichen korrekt übergeben |
${src.name} |
Name der generierten Source-Datei (in unseren Beispielen ist das "Compare") |
${codetype} |
Liefert Application, Scrapbook oder Interface. Ermöglicht in Folgeverarbeitungen die Unterscheidung zwischen 'echtem' Code und Scrapbook- oder Interface-Code. So macht es z.B. keinen Sinn, nach der Generierung eines Scrapbooks oder Interfaces automatisch Testsuites zu starten. |
Eine Zusammenstellung aller systemseitig verfügbaren Schlüssel finden Sie im Kapitel: Vordefinierte Standard-Schlüssel.