Testanweisungen für irrelevante Bedingungen erzeugen

In einer Regel können eine oder mehrere Bedingungen für das Systemverhalten irrelevant sein. In der Ent­schei­dungs­ta­belle wird das durch "-" gekenn­zeich­net.

Es kann aber vorkommen, dass der Tester auch für irrelevante Bedingungen Eingaben machen muss, die zwar für die Entscheidungslogik eines bestimmten Testfalles nicht benötigt werden, für eine korrekte Ausführung der zu testenden Funktion aber trotzdem notwendig sind.

Wenn der Test Analyst aus einer solchen Regel einen Testfall entwickeln soll, dann wird er auch Bedingungen, die irrelevant sind, anschauen um zu entscheiden, ob diese konkretisiert werden müssen oder nicht.

Im Folgenden wird dies Konkretisierung von irrelevanten Bedingungswerten genannt.

Achtung: LF‑ET ge­ne­riert grundsätzlich für eine Regel nur dann einen Testschritt, wenn die Bedingung konkretisiert wurde.

Damit der Test Analyst konfi­gurieren kann, wie mit der Bedingung verfahren werden soll, wenn sie nicht konkretisiert wurde, bie­tet LF‑ET unter­schied­liche Möglichkeiten zur Konfi­gura­tion.

Tipp: In den Exportformaten findet man die Bedingungswerte, die zur Gene­rie­rung des Testfalls herangezogen wurden. Befindet sich vor der Bedingung eine Tilde (~), so ist das ein Indiz dafür, dass der Bedingungswert Ergebnis einer Konkretisierung durch LF‑ET ist:

irrelevante bedingungen 01

Option im Gene­rie­rungs­dialog

Im Gene­rie­rungs­dialog kann mit der Option "Testanweisungen auch für irrelevante Werte ge­ne­rie­ren" die Erzeugung von Testanweisungen pauschal für alle nicht verwendeten Bedingungen ausgelöst werden:

irrelevante bedingungen 02

Hierbei gilt:

  • Bei Regel­gruppen werden nur irrelevante Bedingungen konkretisiert, die in mindestens einer anderen Regel der Regel­gruppe verwendet werden (d.h. dort einen beliebigen konkreten Wert haben)

  • für die Erzeugung der Testanweisungen wird dann auto­ma­tisch ein zufälliger Wert aus der Menge der gültigen Bedingungswerte gewählt, dies stellt sicher, dass der auto­ma­tisch gewählte Wert beispiels­weise keine im Testfall unerwartete Fehlermeldung auslöst

Force - Pauschale Aktivierung für einzelne Bedingungen

Um für einzelne Bedingungen grundsätzlich die Konkretisierung auszulösen, kann man in einer Testanweisung der Bedingung den folgenden Ausdruck einfügen:

10 from 001 xcf

Diese Option wirkt "pauschal", d.h. sie wirkt

  • auch, wenn die Option "Testanweisungen auch für irrelevante Werte generieren" im Gene­rie­rungs­dialog nicht gewählt wird

  • bei Regel­gruppen auch, wenn die irrelevante Bedingung in keiner anderen Regel der Regel­gruppe verwendet wird

  • für die Erzeugung der Testanweisungen wird dann auto­ma­tisch ein zufälliger Wert aus der Menge der gültigen Bedingungswerte gewählt, dies stellt sicher, dass der auto­ma­tisch gewählte Wert beispiels­weise keine im Testfall unerwartete Fehlermeldung auslöst

Hide - Pauschale Deaktivierung für einzelne Bedingungen

Um für einzelne Bedingungen grundsätzlich die Konkretisierung bei Irrelevanz zu unterdrücken, kann man in einer Testanweisung der Bedingung den folgenden Ausdruck einfügen:

11 from 001 xcf

Diese Option wirkt bei aktivierter Option "Testanweisungen auch für irrelevante Werte generieren" im Gene­rie­rungs­dialog