Prüfbarkeit

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Ent­schei­dungs­ta­bellen ist die Möglichkeit der internen Ana­lyse, insbesondere wenn diese durch Werkzeuge maschinell – quasi auf Knopfdruck – durchgeführt werden kann.

Unterschieden werden dabei üblicherweise drei verschiedene Analysearten, die im folgenden kurz einzeln vorgestellt werden.

Vollständigkeits­analyse

Eine Ent­schei­dungs­ta­belle ist vollständig, wenn sie alle für die betreffende Entscheidungssituation wichtigen Bedingungen, Aktionen und Regeln enthält. Man kann folgende Vollständigkeitsanalysen durchführen:

Vollständigkeitsanalyse

inhaltlich

Prüfung, ob alle Bedingungen und Aktionen erfasst sind.

formal

Prüfung, ob für die ange­ge­benen Bedingungen alle möglichen Entscheidungsregeln in der Tabelle erfasst sind.

 

Für die Durchführbarkeit der Voll­ständig­keits­analyse dürfen keine Redun­danzen oder Wider­sprüche vor­handen sein.

Redundanzanalyse

Eine Ent­schei­dungs­ta­belle enthält redundante Entscheidungsregeln, wenn

  • für eine Bedingungskonstellation der Realität mehrere Regeln in der Tabelle zutreffen

  • und die Aktionsanzeigeteile inhaltlich identisch sind
     

pruefbarkeit 01

Widerspruchsanalyse

Eine Ent­schei­dungs­ta­belle enthält widersprüchliche Entscheidungsregeln, wenn

  • für eine Bedingungskonstellation der Realität mehrere Regeln in der Tabelle zutreffen

  • und die Aktionsanzeigeteile inhaltlich verschieden sind
     

pruefbarkeit 02