Generierungs-Optionen für Regelgruppen

Dieser Bereich wird nur bei Entscheidungstabellen mit Regelgruppen angezeigt.
Bei Entscheidungstabellen mit Regelgruppen besteht ein Testfall meistens nicht nur aus einer einzigen Regel, sondern aus einer Folge von mehreren Regeln. LF‑ET erkennt Regelgruppen automatisch und stellt dann für die Testfallgenerierung die folgenden Optionen zur Verfügung:
Switch Überdeckung
Beim Zustandsbasierten Testen mit LF‑ET wird eine Regel als ein Zustandsübergang betrachtet. Bei der n-Switch-Überdeckung steht n für die Anzahl von Zuständen zwischen dem Anfangs- und dem End-Zustand eines Testfalles.
LF‑ET unterstützt die folgenden Switch-Überdeckungen:
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usw. |
Den höchsten, auswählbaren Switch-Wert ermittelt LF‑ET jeweils individuell für jede Entscheidungstabelle: Anzahl Regelgruppen − 1.
Bei rekursiven Regelgruppen, d.h. wenn Regeln wieder zur selben oder zu einer vorangehenden Regelgruppe führen, können evtl. noch höhere Switch-Abdeckungen gewünscht sein. In solchen Fällen kann der gewünschte Maximalwert in einer Ini-Datei vorgegeben werden:
GenTest.SwitchMax: nn
LFET:
GenTest:
SwitchMax: nn
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Mit steigenden Switch-Werten erhöht sich für die Berechnung der Testfälle sowohl die Rechenzeit, als auch der Speicherbedarf deutlich. Im Extremfall kann es sogar vorkommen, dass LF‑ET die Berechnung eigenständig abbricht, wenn das Risiko eines "Out-of-Memory"-Fehlers erkannt wird. In solchen Fällen kann mit einem zusätzlichen Parameter beim Start von LF‑ET das Limit für den maximal zulässigen Speicherbedarf erhöht werden, hier zwei Beispiele: Bis Java < 1.8 Update 191: -Xmx5g (max. 5 GB RAM) Ab Java 1.8. Update 191: -XX:MaxRAMPercentage=80.0 (max. 80% des verfügbaren RAM) |
Nicht ausführbare Regeln ausgeben
Bei Entscheidungstabellen mit Regelgruppen kann es vorkommen, dass einzelne Regeln als "nicht ausführbar" eingestuft werden, weil sie in keiner der ausführbaren Regelfolgen vorkommen. Diese "nicht ausführbaren" Regeln werden mit dieser Option als Liste ausgegeben.
Nicht ausführbare Regelfolgen ausgeben
Regelfolgen werden als "nicht ausführbar" eingestuft, wenn in der Regelfolge verschiedene Regeln dieselbe Bedingung mit unterschiedlichen Werten enthalten. LF‑ET erkennt solche Widersprüche bei Bedingungswerten automatisch, bei Bedarf kann in Testanweisungen die "Ausführbarkeit einzelner Bedingungen" gezielt über logische Ausdrücke bestimmt werden. Siehe auch Bestimmung der möglichen Werte für Bedingungen.
Mit dieser Option werden die nicht ausführbaren Regelfolgen als Liste ausgegeben, jeweils inklusive der Angabe, warum die Regelfolge als "nicht ausführbar" eingestuft wurde.
Bei jeder Regelfolge wird auch in eckigen Klammern eine eindeutige ID angegeben, mit der in Protokolldateien gezielt Verarbeitungsdetails zu der Regelfolge gesucht werden können.