Definition und Aufbau
Eine Entscheidungstabelle ist eine tabellarische Anordnung von Entscheidungsregeln, die angeben, welche Bedingung oder Kombination von Bedingungen erfüllt sein muss oder nicht erfüllt sein darf, wenn eine genau definierte Aktion oder Aktionsfolge ausgelöst werden soll.
Bedingungsteil
Im Bedingungsteil sind die für die Entscheidungssituation relevanten Bedingungen präzise formuliert, und zwar alle, die in der betreffenden Entscheidungssituation überprüft werden müssen, bevor irgendwelche Aktionen ausgeführt werden können:

Bedingungsanzeigeteil
Der Bedingungsanzeigeteil beinhaltet die Kombinationen der für die Bedingungen möglichen Werte. Hier wird je Bedingung angegeben, wie die Bedingung zur Entscheidungssituation beiträgt.
Diese Angaben können z.B. durch J (für Ja) – wenn die Bedingung erfüllt sein soll – oder durch N (für Nein) – wenn sie nicht erfüllt sein soll – geschehen. Sie werden auch Bedingungsanzeiger genannt:

Aktionsteil
Der Aktionsteil enthält eine Liste aller möglichen Aktionen, die in der betreffenden Entscheidungssituation – abhängig von den Bedingungen – ausgeführt werden sollen:

Aktionsanzeigeteil
Im Aktionsanzeigeteil lassen sich die jeweils auszuführenden Aktionen bestimmen, d.h. es wird je Regel angegeben, welche Aktionen ausgeführt werden sollen. Diese Angaben können z.B. durch Ankreuzen (X) der betreffenden Aktionen geschehen. Sie werden auch Aktionsanzeiger genannt.
Die Ausführung der Aktionen erfolgt standardmäßig von oben nach unten:

Identifikationsteil
Der Identifikationsteil zeigt den Dateinamen und den Titel. Er wird der Entscheidungstabelle vorangestellt, um auf sie eindeutig Bezug nehmen zu können.
Der Identifikationsteil dient auch als Kurzbeschreibung des Tabelleninhalts:

Bezeichner
Der Rahmen an der linken Seite und oben dient zur Eintragung der Bezeichner. Es hat sich eingebürgert, die Entscheidungstabelle wie folgt zu bezeichnen:
|
Diese Bezeichnungen unterstützen eine eindeutige und wirksame Kommunikation:
