Gültige und ungültige Äquivalenzklassen
Die Zeile einer Wertetabelle steht für einen Wert oder eine Menge von Werten, die vom Test Analyst als Äquivalenzklasse interpretiert werden können. Der Test Analyst unterscheidet bei Eingabeäquivalenzklassen (Bedingungswerten) zwischen gültigen und ungültigen Äquivalenzklassen.
Man bezeichnet eine Eingabeäquivalenzklasse als gültig, wenn erwartet wird, dass das System die Werte der Äquivalenzklasse ordentlich verarbeiten kann. Die Werte aus einer ungültigen Eingabeäquivalenzklasse führen zu einem Abbruch der Verarbeitung und im Regelfall auch zu einer Fehlermeldung seitens des Systems.
Da LF‑ET konkrete Testfälle generieren kann, müssen auch für irrelevante Bedingungen Testanweisungen von LF‑ET automatisch bestimmt werden. Mit der Definition des Typs der Äquivalenzklasse wird sichergestellt, dass für eine irrelevante Bedingung eine Testanweisung gewählt wird, die zu einer gültigen Äquivalenzklasse gehört.
Die Spalte 'Typ'
Wenn in der Spalte "Typ" keine Eintragungen vorgenommen werden, dann werden alle Zeilen als gültige Äquivalenzklassen interpretiert.
Erlaubte Eingaben in der Spalte "Typ" sind
Es reicht aus, entweder die gültigen oder die ungültigen Äquivalenzklassen zu kennzeichnen.
Beispiel 1
In dem folgenden Beispiel soll laut Anforderung die Anzahlung zwischen 2.000,00 und 10.000 Euro liegen und alle anderen Eingaben sollen zu einer Fehlermeldung führen. In diesem Fall reicht es aus, in der einen Zeile ein „G“ (Gültig) einzutragen und die leeren Einträge in den anderen Zeilen werden automatisch als ungültig interpretiert:

Beispiel 2
In einem anderen Fall soll es möglich sein, einen Finanzierungszeitraum von 12, 24 oder 36 Monaten zu wählen. Alle anderen Eingaben sind nicht gültig. In diesem Fall ist es einfacher lediglich die eine ungültige Äquivalenzklasse durch den Eintrag „U“ (Ungültig) zu markieren. Alle anderen Zeilen, in denen die Spalte nicht gefüllt ist, werden dann automatisch als gültige Äquivalenzklassen interpretiert:
