Ent­schei­dungs­ta­bellen

Die Ent­schei­dungs­ta­bellentechnik wurde ab 1957 in den USA von einer Projektgruppe bei der General Electric Company entwickelt.

Danach befasste sich die CODASYL (Conference On Data Systems Langugages) auch mit der Entwicklung einer systemorientierten Programmiersprache auf der Basis von Ent­schei­dungs­ta­bellen.

Die Theorie der Ent­schei­dungs­ta­bellen wurde in den folgenden Jahren systematisch ausgearbeitet und ihr Einsatzgebiet reicht von der Ana­lyse über den Programmentwurf bis hin zur Gene­rie­rung von Programmcode.

Diese Methode vermeidet die schwerwiegenden Nachteile konventioneller Vorgehensweisen. Ent­schei­dungs­ta­bellen beschränken sich auf die Darstellung von Entscheidungsregeln. Sie beschreiben sehr übersichtlich die Entscheidungssituation, also ge­rade jene Teilprozesse, die mit konventionellen Methoden nur unzureichend dargestellt werden können.

Tabellen (nicht nur Ent­schei­dungs­ta­bellen) sind immer übersichtlicher und damit be­reits leichter zu erfassen als eine verbale Darstellung des gleichen Sachverhalts.

Eine Ent­schei­dungs­ta­belle ist auf ein Minimum an Symbolen und Symbolbeziehungen beschränkt, erleichtert des­halb die Standardisierung und ermöglicht eine ausgezeichnete Dokumentation der Problemanalyse und –lösung.

Heute spricht man ganz allgemein von der Ent­schei­dungs­ta­bellentechnik. Die Ent­schei­dungs­ta­belle ist als Beschreibungsmittel für formalisierbare Entscheidungsprozesse weltweit genormt, z.B. in DIN 66 241 oder CSA Z243.1-1970.