Entscheidungstabellen-Verbund
Ein Entscheidungsprozess kann beschrieben werden durch Verknüpfung mehrerer Entscheidungstabellen oder einer Entscheidungstabelle mit sich selbst zu einem Entscheidungstabellen-Verbund.
Die Verknüpfungsformen sind: Schleife, Folge, Verzweigung, Verschachtelung.
| Schleifen, Folgen und Verzweigungen lassen sich in LF‑ET auch sehr gut über Regelgruppen abbilden, nur bei Verschachtelungen müssen derzeit noch Verknüpfungen zu 'echten' Unter-Entscheidungstabellen verwendet werden. |
Schleife
Eine Entscheidungstabelle bildet eine Schleife, wenn mindestens eine Regel unmittelbar zur erneuten Interpretation dieser Entscheidungstabelle führt:

Folge
Zwei Entscheidungstabellen bilden eine Folge, wenn die zweite Entscheidungstabelle der einzige unmittelbare Nachfolger der ersten ist:

Verzweigung
Entscheidungstabellen bilden eine Verzweigung, wenn die erste Entscheidungstabelle alternativ mehrere unmittelbare Nachfolger hat:

Verschachtelung
Zwei Entscheidungstabellen bilden eine Verschachtelung, wenn zur Prüfung einer Bedingung, oder bei der Ausführung einer Aktion, die zweite Entscheidungstabelle vollständig interpretiert wird.
Hier ein Beispiel, bei dem zur Ermittlung eines Bedingungswertes eine zweite Entscheidungstabelle verwendet wird:

Kombination von Verknüpfungsformen
Verknüpfte Entscheidungstabellen bezeichnet man als Entscheidungstabellen-Verbund.
In den vorherigen Abschnitten wurden die möglichen Verknüpfungsformen für Entscheidungstabellen kurz dargestellt: Schleife, Folge, Verzweigung und Verschachtelung.
In jeder dieser Verknüpfungsformen kann anstelle einer Entscheidungstabelle auch ein Entscheidungstabellen-Verbund treten.