Ent­schei­dungs­ta­bellen­arten

Begrenzte Ent­schei­dungs­ta­bellen

Eine Ent­schei­dungs­ta­belle diesen Typs, die im Bedin­gungs­an­zeige­teil nur die Symbole "J" (Ja), "N" (Nein) oder "-" (Irrelevanzanzeiger) und im Ak­tions­an­zeige­teil nur "X" oder "-" aufweist, wird im allgemeinen als begrenzte Ent­schei­dungs­ta­belle bezeichnet.

Jede Bedingung ist im Bedin­gungs­teil vollständig be­schrie­ben, so dass sie im Bedin­gungs­an­zeige­teil – wie eine Frage auch – nur mit J- und N-Anzeigern beantwortet zu werden braucht. Ist die Bedingung für die Ausführung der Aktionen unerheblich, so wird als Bedingungsanzeiger ein "-" geschrieben.

Jede Aktion ist im Ak­tions­teil vollständig be­schrie­ben, so dass sie im Ak­tions­an­zeige­teil nur ange­kreuzt zu werden braucht, wenn sie ausgeführt werden soll. Die Aktionen werden in der ange­kreuzten Reihenfolge von oben nach unten ausgeführt.

Die begrenzte einfache Ent­schei­dungs­ta­belle verwendet als Bedingungsanzeiger nur J oder N.

Die begrenzte komplexe Ent­schei­dungs­ta­belle verwendet als Bedingungsanzeiger JN oder -.

Erweiterte und gemischte Ent­schei­dungs­ta­bellen

Von erweiterten Ent­schei­dungs­ta­bellen spricht man, wenn die Bedingungen links im Bedin­gungs­teil nur unvollständig be­schrie­ben sind und die Ergänzungen der Bedingungen als Bedingungsanzeiger rechts in den Bedin­gungs­an­zeige­teil eingetragen werden:

arten 01

Zur vollständigen De­fi­ni­tion solcher Bedingungen und Aktionen genügt nicht nur der linke Teil der Ent­schei­dungs­ta­belle. Sie sind erst zusammen mit dem rechten Teil der Tabelle vollständig definiert und werden erweiterte Bedingungen und Aktionen genannt.

Erweiterte Ent­schei­dungs­ta­bellen sollten immer dann eingesetzt werden, wenn eine Variable (z.B. Alter, Farbe usw.) verschiedene Werte annehmen kann, die sich gegenseitig ausschliessen. Es wird eine Reduzierung der Bedin­gungs- und Aktionszeilen erreicht und komplexe Situationen können übersichtlich auf kleinem Raum dargestellt werden.

Verknüpft man die Darstellungsform der begrenzten Ent­schei­dungs­ta­belle mit der erweiterten Ent­schei­dungs­ta­belle, so entsteht die gemischte Ent­schei­dungs­ta­belle.

Eindeutige Ent­schei­dungs­ta­bellen

Als eindeutige Ent­schei­dungs­ta­belle wird eine Ent­schei­dungs­ta­belle bezeichnet, bei der kein Fall von mehreren Regeln erfasst wird.

Mehrdeutige Ent­schei­dungs­ta­bellen

Als mehrdeutige Ent­schei­dungs­ta­belle wird eine Ent­schei­dungs­ta­belle bezeichnet, bei der mindestens ein Fall von mehreren Regeln erfasst wird.

Die Konsistenz ist bei mehrdeutigen Ent­schei­dungs­ta­bellen jedoch nicht so systematisch überprüfbar, wie das bei eindeutigen Ent­schei­dungs­ta­bellen der Fall ist.

Aus diesem Grunde unterstützt LF‑ET mehrdeutige Ent­schei­dungs­ta­bellen nicht.