Gerne verwendet: Text

Weit verbreitet ist nach wie vor die Beschreibung logischer Zusammenhänge in Textform, hier ein typisches Beispiel aus dem Bereich des Mahnwesens:

Wenn kein Saldo feststellbar ist, erfolgt keine Aktion. Ist ein Saldo kleiner als Null vorhanden (Guthaben, Überzahlung), so ist dies als Protokolleintrag festzuhalten.

Wenn die Mahnfrist noch nicht erreicht ist, erfolgt auch bei vorhandenem Saldo keine Aktion.

Ist ein Saldo feststellbar und die Mahnfrist ebenfalls erreicht, dann wird bei 'VIP'-Kunden nur ein Protokolleintrag ausgeführt. Bei allen anderen Kunden ist zu unterscheiden, ob es sich bei dem offenen Betrag um eine Bagatellbestandsprämie handelt oder nicht:

  • Bei Bagatellbestandsprämien zur Vorgangsart 'Erstprämie' wird eine §38 Mahnung (Erstprämie) ausgelöst, wobei gleichzeitig die Stornierung des Vertrages vorzumerken ist.

  • Bei Bagatellbestandsprämien zur Vorgangsart 'Folgeprämie' wird eine §39-Mahnung (Folgeprämie) mit gleichzeitiger Kündigung ausgelöst.

Handelt es sich bei dem offenen Betrag nicht um eine Bagatellbestandsprämie, so muss ebenfalls wieder zwischen den beiden möglichen Vorgangsarten unterschieden werden:

  • Bei Folgeprämien erfolgt eine §39-Mahnung, wobei allerdings in diesem Fall keine Kündigung ausgelöst wird.

  • Bei Erstprämien erfolgt eine §38-Mahnung ohne Vertragsstorno.

Fazit

Grundlegende Eigenschaften zur Beurteilung der Beschreibung sieht man einem Text nicht unmittelbar an.

Jeder Leser muss dazu den kompletten Text lesen, ggf. auch mehrfach, um sich ein eigenes, individuelles Bild von der zu lösenden Aufgabe zu machen.

  • Handelt es sich um eine einfache oder eher um eine schwierige, komplexe Aufgabenstellung?

  • Wie viele Bedingungen und Aktionen sind enthalten?

  • Wie viele Anwendungsfälle bzw. Use-Cases sind enthalten?

  • Ist die Beschreibung vollständig?

  • Gibt es Widersprüche?

  • Gibt es Redundanzen?