Scrapbook bearbeiten
LF‑ET hat einen Cobol-Sourcecode erzeugt mit Abschnitten für jedes einzelne Source-Element der Entscheidungstabelle. Die Abschnitte sind jeweils durch Kommentare eindeutig markiert, wie z.B.:

Diese Kommentare dürfen bei der Bearbeitung nicht verändert werden, denn sie dienen sowohl dem Entwickler als auch LF‑ET zum Erkennen, wo ein bestimmtes Source-Element beginnt und wo es endet.
Die Programmierung ist dieselbe wie mit dem in LF‑ET integrierten Editor, nur dass man jetzt die volle Unterstützung der gewohnten Entwicklungsumgebung nutzen kann. Im ersten Schritt passen wir den Entscheidungstabellen-Prolog an, die Cobol-Datenbereiche wurden bereits in zwei Copybooks definiert:
Als nächstes blättern wir vorwärts bis zum Ende der Datei um den Epilog anzupassen:

Hier wird nur das Programm-Ende-Statement eingefügt:
Mit Prolog und Epilog ist der Kontext für das Regelwerk programmiert: Ein Cobol-Unterprogramm 'COMPARE', das zwei Strings als Argumente erhält und das Ergebnis des Vergleichs in Textform als String zurückliefert.
Jetzt müssen nur noch die logischen Argumente für die beiden Bedingungen und Statements für die drei Aktionen programmiert werden.
Beginnen wir mit der ersten Bedingung B01. Die einzelnen Source-Abschnitte für jede Bedingung und Aktion sind deutlich durch horizontale Kommentar-Linien getrennt.
Der optionale Prolog für diese Bedingung ist leer, hier können, falls nötig, beliebige Statements ausgeführt werden, wie z.B. Initialisierung von Variablen oder Objekten, Datenbankzugriffe, Methodenaufrufe, etc.
Wenn ein zwingend notwendiger Sourcecode in der Entscheidungstabelle leer ist, dann wird ein vordefiniertes Generat verwendet und TODO-Kommentare geben Hinweise auf die durchzuführenden Aktivitäten:

Wir ersetzen den TODO-Kommentar und den Ausdruck '0=0' durch das logische Argument für die erste Bedingung: 'String 1 kleiner String 2?'. Einen Prolog benötigt die Bedingung nicht, dieser Abschnitt bleibt einfach leer:
Die Anpassung der zweiten Bedingung B02 führen wir genauso durch:

Hinweis: Bei erweiterten Bedingungen muss für den letzten Wert (der 'Sonst-Wert') kein logisches Argument definiert werden – genau wie beim 'Nein-Wert' einer begrenzten Bedingung. Fehlt für den letzten Wert das logische Argument, dann generiert LF‑ET automatisch ein ELSE-Statement. Aus diesem Grunde werden für die letzten Werte von Bedingungen ohne Sourcecode keine Einträge im Scrapbook generiert.
LF‑ET kann, anstelle von IF-Statements, auch EVALUATE-Statements generieren, dazu muss vor der Scrapbook Generierung im Prolog der jeweiligen Bedingung das EVALUATE-Statement angegeben sein.
Die Programmierung der Aktionen erfolgt auf dieselbe Weise, die generierten TODO-Kommentare und CONTINUE-Statements werden jeweils durch passende Statements ersetzt:

Damit ist die Programmierung für diese Entscheidungstabelle abgeschlossen und der Sourcecode wird gespeichert. Die geänderten Source-Elemente müssen jetzt nur noch in die Entscheidungstabelle übertragen werden.